Powerabend zeigte starke Zusammenarbeit in der Region

Veröffentlichungsdatum08.06.2026Lesedauer3 MinutenKategorienTIC Steyr

Powerregion Enns-Steyr

Die Gemeinden der Powerregion Enns-Steyr – Asten, Dietach, Enns, Hargelsberg, Kronstorf, St. Florian, Steyr und Wolfern – präsentierten beim 9. Powerabend aktuelle Projekte, gemeinsame Vorhaben und Zukunftsthemen der Region. Viele Interessierte nutzten die Veranstaltung im Gemeindeamt Hargelsberg, um sich über die Zusammenarbeit der Gemeinden zu informieren.

Eine Gruppe von Menschen, die zusammenstehen

V.l.n.r.: Daniela Zeiner (TIC Steyr, Geschäftsstelle der Powerregion Enns-Steyr), Bgm. Bernd Schützeneder (St. Florian), Bgm. Christoph Lichtenauer (Hargelsberg), Bgm. Karl Mayr (Wolfern), Bgm. und Stv. Sprecher der Powerregion Markus Vogl (Steyr), Bgm.in Alma Halilovic (Gemeinde Asten), Bgm. Martin Ziegler (Dietach), Bgm. Christian Deleja-Hotko (Enns), Bgm. und Sprecher der Powerregion Christian Kolarik (Kronstorf), Foto: Steyr / Stadt.Impuls / TIC Steyr


Gemeinsam an der Zukunft der Region arbeiten

Die Vertreterinnen und Vertreter der Powerregion Enns-Steyr ziehen bei der Standortentwicklung, Raumplanung und regionalen Lösungen an einem Strang und gaben einen Überblick über die Aktivitäten. „Acht Gemeinden und Städte, 72.000 Einwohner, eine Region. Die gelebte, konstruktive Zusammenarbeit über Gemeinde und Bezirksgrenzen hinweg stärkt den gesamten Lebens- und Wirtschaftsraum“, sind sich der Kronstorfer Bürgermeister Christian Kolarik, Sprecher der Powerregion Enns-Steyr, mit seinem Stellvertreter, dem Steyrer Bürgermeister Markus Vogl und den sechs weiteren Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen einig. Gemeinsam mit Unterstützung des Landes Oberösterreich, dem Regionalmanagement, der Business Upper Austria und dem TIC Steyr wird an Konzepten zur Leerstandnutzung, wie auch zu zukünftigen Mobilitätsherausforderungen oder der Standortentwicklung gearbeitet.

Der Blick über den Tellerrand und Impulse von Best Practice Beispielen aus anderen Regionen sind ein fixer Bestandteil in der Arbeit der Powerregion.


Zukunftsfähige Gewerbegebiete

Im Impulsreferat sprach Andrea Weninger von Rosinak & Partner über zukunftsfähige und klimafitte Gewerbegebiete. Anhand von Praxisbeispielen tauschte man sich über konkrete Maßnahmen für moderne Betriebsstandortentwicklung aus. Mit der beispielsweise kürzlichen Eröffnung von SKE, das Europas größtes Logistikzentrum für Stromspeicherlösungen und Photovoltaik-Produkte am Powerregions-Standort in St. Florian/Asten errichtet hat, werden nicht nur wertvolle Arbeitsplätze in der Region gesichert, sondern von Oberösterreich aus auch 16 Länder in Zentral-, Süd- und Osteuropa mit smarten Solarprodukten durch den Photovoltaik-Spezialisten versorgt. „Durch intelligente, abgestimmte Raumordnung, die auf langfristigen Konzepten basiert, können zum einen in der Region Zukunftsbetriebe, Arbeitsplätze und Wertschöpfung gehalten werden. Zum anderen werden aber auch Räume für Landwirtschaft, Freizeit, Wohnen oder Natur entsprechend bewusst beachtet“, erläutert Kolarik.


Miteinander voneinander Lernen – die Powerregion als Innovationsplattform

Im Programmpunkt „Wenn die Region wüsste, was sie weiß“ stellten die Bürgermeister aktuelle Projekte und erfolgreiche Kooperationen aus ihren Gemeinden vor, um gegenseitig zu lernen.

Präsentiert wurden unter anderem die geplante Stadtbus-Anbindung zwischen Steyr und Dietach sowie der Neubau des Feuerwehrhauses mit Katastrophenschutzlager in Enns. Wolfern zeigte Beispiele für die erfolgreiche Nachnutzung von Leerständen – etwa für Kultur, Kinderbetreuung und gemeinschaftliche Angebote.

Hargelsberg und Kronstorf stärkten ihre interkommunale Zusammenarbeit über gemeinsame Verwaltungsstrukturen, Kooperationen in der Kinderbetreuung und innovative Standortentwicklungen. Das Digi-Trans-Projekt in Asten und St. Florian zeigte, wie autonomes Fahren die Mobilität in der Region künftig ergänzen kann: Ein selbstfahrender Shuttlebus testete neue Möglichkeiten im öffentlichen Verkehr.

Die Beispiele verdeutlichten, wie vielfältig und innovativ die Gemeinden der Powerregion Enns-Steyr zusammenarbeiten und welchen Nutzen diese Kooperationen für die gesamte Gegend bringen.
„Es gibt kein Copyright bei uns, nur ein copy it right“, stimmen Christian Kolarik und Markus Vogl überein.

Nicht zufällig war auch schon im heurigen Jahr eine Delegation von Kärntner Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern mit dem Kärntner LH-Stv. Martin Gruber und OÖ Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner vor Ort, um das Modell der Powerregion intensiv zu studieren.